Leitung

Jun. Prof. Dr.-Ing.
Andreas Wittmann

Technischer Infektionsschutz

Bergische Universität Wuppertal
Gebäude U, Ebene 13, Raum 19
Gaußstraße 20
42119 Wuppertal

Telefon: +49 202 439 3206
Fax: +49 202 439 2068
Email: andwitt{at}uni-wuppertal.de
Web: www.tis.uni-wuppertal.de

Jun.-Prof. Dr.-Ing. Andreas Wittmann beendet seine Amtszeit an der Bergischen Universität Wuppertal

Im Rahmen der Vorlesungsreihe "Arbeitsmedizinisches und Sicherheitstechnisches Seminar" wird Jun.-Prof. Dr.-Ing Andreas Wittmann am Mittwoch, den 28.09. ab 17:00 Uhr im Hörsaal 24 eine Abschiedsvorlesung in Form einer Rückschau auf 12 Jahre Forschung zum Thema „Nadelstichverletzungen und Technischer Infektionsschutz“ halten.

 

 


Mit der fünften Novelle des deutschen Hochschulrahmengesetzes im Jahr 2002 wurde die Juniorprofessur eingeführt, um jungen Wissenschaftlern mit herausragender Promotion ohne die bisher übliche Habilitation direkt unabhängige Lehre und Forschung an Hochschulen zu ermöglichen und sie für die Berufung auf eine Lebenszeitprofessur zu qualifizieren. Jun.-Prof. Dr.-Ing Andreas Wittmann war insgesamt zwei Jahrzehnte lang an der Bergischen Universität Wuppertal aktiv tätig. Ende September beendet er seine Amtszeit und nimmt von der Universität Abschied. Im Interview mit Sophia Weis blickt er auf seine Zeit am Grifflenberg zurück.

Nachdem Sie 20 Jahre lang an der Universität tätig waren, starten Sie nun in einen neuen beruflichen Abschnitt. Was kommt Ihnen als Erstes in den Sinn, wenn Sie daran denken und was werden Sie am meisten vermissen?
Die Studierenden. Jede Vorlesungsveranstaltung war für mich eine große Freude und gerade auch das Betreuen von Abschlussarbeiten bietet auch die Chance zu fachlich fundierter Diskussion.

Wie kamen Sie eigentlich aus Bayern nach Wuppertal?
Damals (1995) konnte man Sicherheitstechnik nur in Wuppertal studieren. Zur Sicherheitstechnik kam ich, da ich ein Studienfach gesucht habe, das vielfältiges, breit angelegtes Wissen vermittelt. Das Studium der Sicherheitstechnik sah ich damals als eine Art Studium Generale mit Elementen aus dem Maschinenbau, der Physik, der Chemie aber auch der Medizin der Psychologie und der Rechtskunde. Das fand und finde ich bis heute einzigartig!

Hatten Sie Vorbilder, die Ihren beruflichen Werdegang geprägt haben?
Philosophisch gesehen auf jeden Fall Robert M. Pirsig, der mit seinem Buch "Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten" und der darin beschriebenen Metaphysik der Qualität mein Leben bis heute beeinflusst. In der Lehre war und ist mein Vorbild Prof. Motz, auch wenn meine Lehrveranstaltungen sicher nie dessen Qualität erreichen werden.

Was waren Ihre Schwerpunkte hinsichtlich Ihrer Forschungsarbeit?
Zunächst war meine Forschung sehr eng mit der Problematik der Nadelstichverletzungen verbunden. Deren Ursachen, deren Risiken (infektiologisch bis hin zu deren finanziellen Risiken) und vor allem die möglichen Schutzmaßnahmen beschäftigten mich viele Jahre. Auch auf Grundlage der hier in Wuppertal geleisteten Forschung konnte EU-weit der Schutz Beschäftigter massiv verbessert werden, die Ergebnisse unserer Forschung finden sich in Gesetzen, Vorschriften und Normen wieder. Über die später stärker in den Fokus rückenden medizinischen Schutzhandschuhe kam ich dann auch zu "normalen" Schutzhandschuhen als Forschungsgegenstand. Hier bleiben aber leider noch viele Lücken, die ich gerne mit weiteren Forschungsarbeiten gefüllt hätte.

Was haben Sie über Ihre Arbeit hinaus an der Fakultät gemacht?
Ich habe von Anfang an versucht, in den Gremien des damaligen Fachbereichs 14 (später Fakultät 7) konstruktiv mitzuwirken. Lange Jahre saß ich als Vertreter der promovierten Mitarbeiter im Promotionsausschuss, wirkte im Abteilungsrat mit und gehöre bis zu meinem Ausscheiden dem Prüfungsausschuss an. Zusätzlich wirkte ich in der K1- Kommission, in Gremien zur Juniorprofessur an der Hochschule und über zwei Amtszeiten im Verwaltungsrat des Hochschulsozialwerkes mit.

Was würden Sie als ihren tollsten Erfolg in Wuppertal bezeichnen?
Einerseits sicherlich das Erscheinen der Europäischen Nadelstichrichtlinie 2010/32 EU die stark von der Wuppertaler Forschung geprägt ist, andererseits freut es mich erfahren zu haben, dass es nach 10 Jahren intensiver Arbeit gelungen ist, dass nun eine Baugenehmigung für einer Erweiterung des Hochschulkindergartens um 2 Gruppen vorliegt.

Was machen Sie nach der Zeit an der Bergischen Universität Wuppertal?
Zunächst einmal eine Erholungspause - allerdings stehen bereits einige Termine meiner aktuellen Bewerbungsverfahren an.

Werden wir Sie weiterhin auf dem Campus sehen?
Ich habe im Juni eine Habilitationsschrift eingereicht. So die Habilitation erfolgreich ist, werden Sie mich sicherlich wieder in Lehrveranstaltungen wiedersehen.


Wir wünschen Herrn Jun.-Prof. Dr.-Ing. Andreas Wittmann für seine Abschiedsvorlesung viele Gäste und Zuhörer sowie großen Erfolg und alles Gute für seinen weiteren Weg.


Kontakt
Prof. Dr.-Ing. Andreas Wittmann
andwitt{at}uni-wuppertal.de

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